Edward Gardner (c)Benjamin Ealovega Death in Venice
Mit Britten zu Gast an der Bayerischen Staatsoper München
Benjamin Brittens letzte Oper Death in Venice erzählt die bewegende Geschichte des Schriftstellers Gustav von Aschenbach. Auf der Suche nach Ruhe und neuer Inspiration reist er nach Venedig. Dort begegnet er dem jungen Tadzio, dessen Schönheit und Ausstrahlung ihn tief fasziniert. Während Aschenbach immer stärker von seinen Gedanken und Gefühlen vereinnahmt wird, breitet sich in der Stadt eine Choleraepidemie aus. Die prachtvolle Lagunenstadt wird zum Schauplatz einer zunehmenden inneren und äusseren Bedrohung.
Death in Venice: Oper der menschlichen Essenzen
Benjamin Britten schuf aus Thomas Manns berühmter Novelle ein eindringliches Musiktheaterwerk von grosser emotionaler Kraft. Feinste Klangfarben, schwebende Chorszenen und eine atmosphärisch dichte Musik zeichnen das Porträt eines Menschen zwischen Sehnsucht, Bewunderung und Selbstverlust. Der Chor übernimmt dabei eine vielschichtige Rolle: Er verkörpert die Bewohner Venedigs, Reisende, Hotelgäste und Strassenleben und lässt die Lagunenstadt mit all ihren Verlockungen und Abgründen lebendig werden. Zugleich wird er zum klanglichen Spiegel der Atmosphäre, die Aschenbach umgibt – mal verführerisch und leicht, mal unheilvoll und bedrohlich.
Für die Inszenierung zeichnet der Regisseur Vasily Barkhatov verantwortlich, der für seine psychologisch feinsinnigen Deutungen bekannt ist. In seiner Münchner Produktion rückt er die innere Reise Aschenbachs in den Mittelpunkt: Die Begegnungen in Venedig erscheinen zunehmend wie Spiegelbilder seiner eigenen Wünsche, Ängste und Sehnsüchte. So wird die Oper nicht nur zur Geschichte einer Reise, sondern auch zu einem eindringlichen Blick in die menschliche Seele.
Neue musikalische Verbindungen
Unter der Leitung von Edward Gardner bringen das Bayerische Staatsorchester und den Sängerinnen und Sängern dieses aussergewöhnliche Meisterwerk auf die Bühne – eine fesselnde Oper über Schönheit, Vergänglichkeit und die Grenzen menschlicher Leidenschaft.
WERKEINFÜHRUNG: 18 Uhr
Allan Clayton Gustav von Aschenbach
Etienne Dupuis Der Reisende (und weitere)
NN Tadzio
Hugh Cutting Die Stimme des Apollon
In weiteren Rollen:
Simeon Esper, Jamie Woollard, Antonia Cáceres, Martin Snell, Samuel Stopford, Daniel Vening
Zürcher Sing-Akademie
Florian Helgath Einstudierung
Bayerisches Staatsorchester
Edward Gardner Leitung
Benjamin Britten
Death in Venice, Oper in zwei Akten
Libretto von Myfanwy Piper nach der Erzählung ‘Der Tod in Venedig’ von Thomas Mann























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