Brucknerjahr 2024
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Brucknerjahr 2024

200 Jahre Anton Bruckner (1824-1896)

zum Jubiläum

 

 

Anton Bruckner wurde am 4. September 1824 in dem kleinen Dorf Ansfelden in Österreich geboren. Schon in jungen Jahren zeigte sich, dass er einen besonderen Drang zur Musik hatte. Sein Vater, Schullehrer und Organist, erkannte das Talent seines Sohnes und förderte ihn nach Kräften. Als Anton 13 Jahre alt war, starb sein Vater, und der junge Bruckner wurde als Singknabe im Stift St. Florian aufgenommen.

In St. Florian erblühte Antons Talent und er zeigte bald aussergewöhnliche Fähigkeiten als Organist. Die Orgel, dieses majestätische Instrument, wurde zu seiner ständigen Begleiterin und prägte seine Musikalität und Tonsprache. Es ist bekannt, dass Anton stundenlang an der Orgel sass, übte, improvisierte und sich in den Klängen verlor, während die anderen Kinder ihre schulischen Pflichten erledigten oder spielten.

 

Sein Talent blieb auch nicht unbemerkt. In den 1850er Jahren ging er nach Wien, um bei Simon Sechter, einem bekannten Musiktheoretiker, Unterricht zu nehmen. Die Studienjahre waren streng, doch Bruckner, bekannt für seine Bescheidenheit und seinen unermüdlichen Fleiss, liess sich nicht entmutigen. Nach Abschluss seiner Studien kehrte er nach Linz zurück und übernahm die Position des Domorganisten.

Dann, 1868, zog es ihn wieder nach Wien. Diesmal sollte es ein neuer Lebensabschnitt werden. Er wurde Professor für Harmonielehre und Kontrapunkt an der Universität Wien. In der grossen Stadt, inmitten des pulsierenden kulturellen Lebens, begann Bruckner, an seinen Sinfonien zu arbeiten. Seine Musik war anders – monumental, tief religiös und von einer erhabenen Schönheit – die seine Zeitgenossen oft nicht zu verstehen und entsprechend zu würdigen vermochten. So waren diese Jahre in Wien für Bruckner nicht einfach; er stand oft im Schatten der großen Musikgenies seiner Zeit und musste sich gegen Kritik und Missverständnisse behaupten. Doch er blieb seiner Musik treu. Sinfonie um Sinfonie schuf er, jede ein Zeugnis seiner unerschütterlichen Hingabe an die Kunst.

 

Trotz seiner Bescheidenheit und den Rückschlägen erlebte Bruckner auch Momente des Ruhms. Seine Musik wurde allmählich erkannt und geschätzt. Orchester in ganz Europa begannen, seine Werke aufzuführen, und der Name Bruckner wurde zum Synonym für majestätische und tiefgründige Sinfonik.

Anton Bruckner starb am 11. Oktober 1896 in Wien. Er wurde in der Krypta der Stiftskirche St. Florian beigesetzt, dem Ort, der ihm immer ein Zuhause gewesen war. Heute, viele Jahre nach seinem Tod, erklingt seine Musik in den Konzertsälen der Welt und berührt die Herzen der Menschen. Bruckners Vermächtnis lebt weiter, ein Zeugnis seiner tiefen Religiosität, seiner Leidenschaft und seines unerschütterlichen Glaubens an die Kraft der Musik.

 

Wir würdigen Bruckners Lebenswerk in diesem Jubiläumsjahr mit den Aufführungen seiner Messe in f-Moll am 18. und 19. Oktober in Bern und Zürich.

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