Brunner, Furrer und Bruckner erklingen in Bern und Zürich
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Brunner, Furrer und Bruckner erklingen in Bern und Zürich

‘Musik aus Österreich und der Schweiz’

Brunner, Furrer und Bruckner erklingen in Bern und Zürich

Am 10. und 11. März dieses Jahres führt die Zürcher Sing-Akademie unter der Leitung von Andreas Felber das Werk «72 Angels» von Lera Auerbach auf. Weniger als eine Woche später, am 17. und 18. März, dirigiert Florian Helgath, künstlerischer Leiter der Zürcher Sing-Akademie, den Chor mit Werken für Chor a cappella und für Chor und Blasinstrumente.

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13 Februar 2018Seite drucken

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ls erstes erklingen zwei von Adolf Brunners sakralen Werken, „Der Mensch“ und „Die Versuchung Jesu“.  Der Schweizer Komponist Adolf Brunner wurde 1901 in Zürich geboren, wo er 1992 verstarb. 1921 verschlug es ihn nach Berlin, wo er bei Franz Schrecker studierte. Unter seinen illustren Kollegen waren Jerzy Fitelberg und Berthold Goldschmidt. 1925 kehrte Brunner nach Zürich zurück.

Das letzte Werk, das er in Berlin komponierte, «Symphonisches Orchesterstück mit Suite», wurde 1929 vom Tonhalle-Orchester Zürich unter der Leitung von Volkmar Andreae uraufgeführt. Während des Zweiten Weltkriegs beteiligte er sich an einer unparteiischen antifaschistischen Bewegung; anschliessend leitete er die Abteilung „Politik und Aktuelles“ im Radio Studio in Zürich.

Brunner interessierte sich besonders für die Erneuerung der protestantischen Kirchenmusik, die auch die Stücke einschliesst, die hier aufgeführt werden.

 

Anschliessend stehen „Drei religiöse Chöre aus Faust I“ von Walter Furrer auf dem Programm, einem Komponisten, der 1902 in Plauen (D) als Kind Schweizer und deutscher Eltern geboren wurde und vor vierzig Jahren (1978) in Bern starb. Während er beim Schweizer Radio arbeitete, gründete er 1957 den Berner Kammerchor. Sein Werk hat eine bemerkenswerte Bandbreite: Liederzyklen, geist
liche Musik, a cappella-Chöre, Hörspielmusiken, Konzertmusik, Bühnen- und Radio-Opern.

Die Partitur der Faustchöre war bereits 1941 abgeschlossen, doch erst in der Spielzeit 1943/44, anlässlich der Premiere einer Neuinszenierung von „Faust I“ am 22. Februar 1944, kam die Komposition, interpretiert durch den Berner Theaterchor, zum Einsatz.

 

Anton Bruckners Messe in E-Moll gehört zu den am meisten bewunderten und beliebtesten Chorwerken auf der ganzen Welt.  Weil sich der Bau der Kapelle verzögerte, wurde die Messe 1869 unter der Leitung von Anton Bruckner auf dem Domplatz uraufgeführt, obwohl sie eigentlich für die Einweihung der Votivkapelle des neuen Linzer Doms in Auftrag gegeben wurde.

Das Werk ist für achtstimmigen gemischten Chor und Blasinstrumente komponiert. Es basiert stark auf einer altkirchlichen Musiktradition, speziell auf altem gregorianischem Gesang.

 

Die Messe in E-Moll „… ist ein Werk, das seinesgleichen in der Kirchenmusik des 19. und 20. Jhdt. sucht. „Während Bischof Rudigier den Grundstein zu einem Dom legte, begann Bruckner ebenfalls einen Dom zu errichten, einen musikalischen Dom: seine neun Symphonien, zu denen die drei Messen die gigantische Eingangspforte bilden.” (Leopold Nowak)

 

Die Konzerte werden begleitet von Mitgliedern des Berner Kammerorchesters.

 

 

Konzerte: Bruckner Messe in E-Moll

 

Samstag 17. März 2018, 19:30 Uhr
Petruskirche Bern                                           

Sonntag 18. März 2018, 17:00 Uhr
Fraumünster Zürich

 

Tickets über www.ticketino.com oder Tel. 0900 441 441 (CHF 1.00 / Min.) oder an VVK-Stellen.