Das Floss der Medusa
J.-L. Th. Géricault : Le radeau de la Méduse
Das Floss der Medusa

Das Floss der Medusa

Marisol Montalvo Sopran

Holger Falk Bariton

Tilo Werner Sprecher

ChorWerk Ruhr / Zürcher Sing-Akademie 

Einstudierung beider Chöre: Sebastian Breuing

Knabenchor der Chorakademie Dortmund

Bochumer Symphoniker

Dir. Steven Sloane

Regie: Kornél Mundruczó

Bühne & Kostüme: Márton Ágh

Jahrhunderthalle Bochum

Deutschland

Freitag

31 August 2018

21:00

Billette:

€ 20 / € 30 / € 40 / € 50

erm. ab € 10

Billettbestellung:

Klicken Sie hier

Tel. +49 (0)221 28 02 10

(chF 1.00/minute)

VVk-Stellen:

Vorverkaufsstellen: siehe ruhr3.com/vvk

Abendkasse öffnen eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Ruhrtriennale / Proton Theater Budapest

Das Floss der Medusa

Die Zürcher Sing-Akademie reist Ende August nach Bochum, wo sie vom 31. August bis 2. September in einer Produktion der Ruhrtriennale von Hans Werner Henzes Oratorium „Das Floß der Medusa“ auftritt. Die drei Aufführungen bei der Ruhrtriennale sind eine Koproduktion mit dem Proton Theater in Budapest und stehen unter der Leitung des deutsch-amerikanischen Dirigenten Steven Sloane.

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31 August 2018Seite drucken

D

ie Fregatte „Medusa“ sollte 1816 den französischen Gouverneur in die Kolonie Senegal bringen. Ein unerfahrender Kapitän navigierte das Schiff auf eine Sandbank. Rettungsboote gab es für europäische Kaufleute und Offiziere; alle anderen - 150 Matrosen, Soldaten, Arbeiter - wurden auf einem Floss ihrem Schicksal überlassen. 13 Tage später fand man noch 15 Überlebende. 

 

Für Henze waren die auf dem Floss Zurückgelassenen die Entrechteten, Hungernden, Unterdrückten der s.g. dritten Welt. Er schrieb ein Oratorium mit einem Chor der Lebenden und einem immer grösser werdenden Chor der Toten, einem sehr hohen, der Zeit enthobenen Sopran der Toten, einem komplexen Bariton, der vergeblich um sein Leben kämpft, und einem rhythmisch eingebundenen Sprecher. 

Die Inszenierung des ungarischen Theater- und Filmregisseurs Kornél Mundruczó thematisiert die aktuellen Spannungen und Emotionen innerhalb Europas und an seinen Aussengrenzen, die auch bei der Uraufführung 1968 bereits zu einem Eklat und zum Abbruch der Veranstaltung führten.

 

Es ist für die Zürcher Sing-Akademie das erste Mal, dass sie bei der Rurhtriennale mitwirkt. Steven Sloane dirigiert die Bochumer Symphoniker, ChorWerk Ruhr, de Zürcher Sing-Akademie, den Knabenchor der Chorakademie Dortmund, die Solisten Marisol Montalvo (Sopran) und Holger Falk (Bariton). Sprecher ist Tilo Werner. Für die Choreinstudierung verantwortlich ist Sebastian Breuing. 

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