Ludwig van Beethoven: Leonore
René Jacobs
Ludwig van Beethoven: Leonore

Ludwig van Beethoven: Leonore

Tareq Nazmi, Don Fernando, Minister (Bariton)
Johannes Weisser, 
Don Pizarro, Gouverneur eines Staatsgefängnisses (Bariton)
Maximilian Schmitt, 
Florestan, Gefangener (Tenor)
Marlis Petersen, 
Leonore, seine Gemahlin (Sopran)
Dimitry Ivashchenko, 
Rocco, Kerkermeister (Bass)
Robin Johannsen, 
Marzelline, seine Tochter (Sopran)
Johannes Chum, 
Jaquino, Pförtner (Tenor)
Florian Feth, Erster Gefangener (Tenor)
Thomas Trolldenier, zweiter Gefangener (Bariton)

Zürcher Sing-Akademie, Chor
Florian Helgath, Einstudierung
Sebastian Breuing, stv. Chorleiter Tournee
Freiburger Barockorchester
René Jacobs, Dirigent

Concertgebouw

Amsterdam / Niederlande

Samstag

28 Oktober 2017

13:00

Billette:

€ 53 / 60

Billettbestellung:

Klicken Sie hier

Tel. 0900 671 83 45 (€ 1 per call) / From outside the

(chF 1.00/minute)

VVk-Stellen:

Concertgebouwplein 10
1071 LN Amsterdam
The Netherlands

Leonore ou l'amour conjugal

Ludwig van Beethoven: Leonore

Oper in drei Akten (1805). Text von Joseph Sonnleithner nach Jean Nicolas Bouillys

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28 Oktober 2017Seite drucken

M

it Beginn seines Dienstverhältnisses im Theater an der Wien ist Beethoven auch die Verpflichtung eingegangen, eine Oper für dieses Haus zu schreiben. Dazu übersetzte Joseph Sonnleithner das beliebte Libretto Léonore ou L'amour conjugal von Jean Nicolas Bouilly. 

Das Genre der Rettungs- oder Befreiungsoper spiegelte den Wunsch nach Freiheit und Gerechtigkeit wider. Daher handelt auch Beethovens Fidelio vom politischen Häftling Florestan, der von seinem Widersacher, Gouverneur Don Pizarro, eingekerkert wurde. Florestans Gattin Leonore gewinnt, als Mann verkleidet unter dem Tarnnamen „Fidelio“, das Vertrauen des Kerkermeisters Rocco, in dessen Gefängnis sie ihren vermissten Gatten vermutet. In letzter Sekunde kann sie ihn aus dem Kerker retten. 

Die erste Fassung von Beethovens einziger Oper liegt dreiaktig vor und ist musikalisch und dramaturgisch noch nicht gänzlich ausgereift. Dass jedoch der Fidelio nur zwei Mal nach der Premiere gegeben wurde, lag vermutlich mehr am Publikum: eine Woche vor dem Uraufführungstermin am 20. November 1805 nahm Napoleon mit seinen Truppen Wien ein. Dementsprechend war die Stadt – und auch der Großteil des Publikums im Theater an der Wien – voll von französischen Soldaten, die auf ihrem Feldzug durch Europa vermutlich wenig Verständnis für den deutschen Text und die der Oper innewohnende  Befreiungsbotschaft hatten.

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