Benjamin Britten - War Requiem
Zürcher Sing-Akademie, ©Priska_Ketterer_Luzern
Benjamin Britten - War Requiem

Benjamin Britten - War Requiem

Orchestre de la Suisse Romande

 

Charles Dutoit
Leitung

 

Tatiana Pavlovskaya
Sopran

 

Toby Spence
Tenor

 

Hanno Müller-Brachmann
Bassbariton

 

Zürcher Sing-Akademie

Andreas Felber
Einstudierung

 

Maîtrise du conservatoire poplaire de musique, danse et théâtre de Genève

 

Magali Dami
Einstudierung

Victoria Hall, Genf

Genf

Donnerstag

16 März 2017

20:00

Billette:

CHF 19 - CHF 120

Billettbestellung:

Klicken Sie hier

Tel. +41 (0)22 807 00 00

(chF 1.00/minute)

VVk-Stellen:

Rue des Maraîchers 36
1205 Genève
Lundi et vendredi: 10h00-13h00 et 14h-18h
Mardi - jeudi: 10h-18h

Au Victoria Hall, le soir du concert uniquement!
Ouverture des guichets une heure avant le début du concert.

Mit dem Orchestre de la Suisse Romande

Benjamin Britten - War Requiem

Am 16. und 17. März 2017 dirigiert Charles Dutoit das War Requiem von Benjamin Britten mit dem Orchestre de la Suisse Romande und der Zürcher Sing-Akademie. Wir freuen uns auf die erneute Zusammenarbeit mit dem OSR und mit Maestro Dutoit.

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16 März 2017Seite drucken

M

ein Thema ist der Krieg und das Leid des Krieges

Die Poesie liegt im Leid …

Alles, was ein Dichter heute tun kann, ist: warnen.

Wilfred Owen

 

„Die Kombination der sublimierten Emotionen der Missa pro Defunctis (für Chor und grosses Orchester) mit den ergreifenden Texten Wilfred Owens (mit separatem Kammerorchester) war ein ebenso brillanter Einfall wie die Disposition der drei Solisten – der Sopran mit den lateinischen Requiemtexten, das Duett von Tenor und Bass mit der Poesie von Owen – die Darstellung kämpfender Soldaten -, und die ätherischen, ‘unschuldigen’ Knabenstimmen, die aus der Ferne und nur von Orgel begleitet zu hören sind. Bei der Uraufführung sollten die russische Sopranistin Galina Wischnewskaja, der deutsche Bariton Dietrich Fischer-Dieskau und der britische Tenor Peter Pears singen, Spiegel einiger der wichtigsten Nationen, die sich im Krieg gegenübergestanden hatten.

 

Schlussendlich wurde die Teilnahme von Wischnewskaja verhindert (aber sie ist auf der ersten Aufnahme zu hören). Die Symbolik erreichte dennoch das Publikum, das an diesem ersten Aufführungsabend im Mai in der vollen Kathedrale nicht nur von der besonderen Architektur, dem beeindruckenden Webteppich hinter dem Altar und den bemalten Fenstern überwältigt wurde, sondern auch von den musikalischen Gesten, die nach und nach über uns hereinbrachen und uns durch ihre Neuartigkeit erschlugen –  das erwartete man ja wirklich nicht bei einem Requiem. Sogar ein naiver Fünfzehnjähriger konnte sich nach dem Hören von Brittens überraschender, in mancherlei Hinsicht schockierender und auf alle Fälle vollkommen kompromissloser Komposition dem Gefühl der totalen Nutzlosigkeit des bewaffneten Kriegs nicht entziehen.“ Tim Brown

 

Tim Brown, der Gründungsleiter der Zürcher Sing-Akademie, besuchte 1962 als 15jähriger Junge bei der Einweihung der Kathedrale von Coventry, die an der Stelle der im Zweiten Weltkrieg zerstörten mittelterlichen Kathedrale errichtet worden war, die Uraufführung des War Requiems. Er schrieb diese Zeilen anlässlich unserer Aufführungen des War Requiems mit Charles Dutoit am Pult des Tonhalle-Orchesters Zürich im Jahr 2013. 

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